Es ist wie eine Schablone, eine Wahrnehmungsschablone. Um genau zu sein: deine Wahrnehmungsschablone. Eine Schablone, ein Muster, das du dir angeeignet hast. Schon sehr früh in deiner Kindheit. Eigentlich seit deiner Geburt, im Kleinkindalter. Die Individualpsychologen nennen es „Lebensstil“ und es hat nichts mit Lifestyle als Hipster oder Öko zu tun. Du kannst es auch Glaubenssätze, innere Wahrheit, Betriebssystem oder innere Überzeugungen nennen.

Wie bist du groß geworden? Wie viele Geschwister hast du? Wie sind deine Eltern? Wie hast du als Kind dein Umfeld wahrgenommen? Wie waren die Erwachsenen um dich herum? Wurdest du geliebt? Wie war die Atmosphäre bei dir Zuhause?

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Als Kinder haben wir sehr genau beobachtet, was um uns herum geschieht und wir haben uns daraus unsere Sicht auf die Welt zusammengeschustert. Und diese Sicht ist subjektiv und individuell, weil sie unsere eigenen Erfahrungen und Erlebnisse beinhaltet.

Hast du schon mal mit deinen Geschwistern oder Eltern über eure/deine Kindheit gesprochen? Ich bin sicher, es gibt so viele Meinungen, wie Menschen an dem Gespräch beteiligt sind. Jeder hat die Zeit aus seinem Lebensstil heraus wahrgenommen und dabei gibt es kein richtig oder falsch.

Dein Lebensstil zeigt sich in deinen Freundschaften, in deiner Paarbeziehung und in deiner Familie. Die Art wie du sie wahrnimmst, zeigt dir, wie dein Lebensstil ist. Und ich setze noch einen drauf: Deine Handlungen sind darauf ausgerichtet, deinen Lebensstil zu leben.

Wenn zu deinen Überzeugungen gehört „Ich kann nix!“ wirst du immer wieder Menschen finden, die dir das bestätigen und du wirst dich immer wieder selbst sabotieren, um bei dem Gefühl anzukommen. So schmerzhaft es auch ist.

Wenn ich einfach mal mich als weiteres Beispiel nehme: Ich hatte früher häufig das Gefühl kämpfen zu müssen. Mit drei Geschwistern und ich mitten drinnen wollte ich mir die Liebe meiner Eltern verdienen und erkämpfen, indem ich beweise, dass ich gut bin. Heute nach viel Selbsterfahrung weiß ich, dass es nicht stimmt und ich habe aufgehört zu kämpfen. Es war ein Prozess und ich darf mich immer mal wieder daran erinnern und ich bin seitdem weniger verbissen und fühle mich freier und besser.

Das Interessante ist: Früher wäre mir nie bewusst gewesen, dass ich kämpfe. Das habe ich als normal empfunden. Alle gut gemeinten Ratschläge von „Mach es dir nicht so schwer!“ und so weiter, habe ich abgetan. Ich habe nur noch die Dinge wahrgenommen, wo ich kämpfen musste. Dieses Wahrnehmungsphänomen nennt sich „tendenziöse Apperzeption“ und meint, dass die Dinge in deinem Wahrnehmungsfokus sind, die zu dir und deinem Lebensstil passen.

Jeder hat seinen (un)bewussten Lebensstil, der bestimmt wie er sein Leben lebt und wahrnimmt. Große Teile meiner individualpsychologischen Beraterausbildung haben wir damit verbracht, Methoden zu lernen und zu üben, um Menschen zu unterstützen ihren Lebensstil zu erkennen und dann Stück für Stück neue Wege und Handlungsalternativen zu erarbeiten.

Ich bin sicher, dir ist schon der ein oder andere Aspekt deines Lebensstils bewusst. Wo hast du schon etwas an deinen Überzeugungen verändern können?

Viele Grüße,

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